Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

  Jahresrückblick 2008

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„In allen Dingen ist Hoffen besser als Verzweifeln“. Angesichts der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ereignisse des abgelaufenen Jahres und den damit verbundenen meist trüben Prognosen der Fachwelt aus Politik und Wirtschaft für die nahe Zukunft kann diese Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe Hilfestellung sein beim Umgang mit den aufgetretenen meist hausgemachten Problemen und Krisen. In wieweit sich die derzeit herrschende Finanzkrise und die daraus resultierende Wirtschaftsflaute langfristig auch auf Gemeinden wie Maihingen auswirken werden, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall müssen wichtige Investitionen auch zukünftig getätigt werden. 

Beim Rückblick der Gemeinde Maihingen auf das abgelaufene Jahr 2008 fallen in finanzieller Hinsicht besonders die Investitionen für Baumaßnahmen ins Gewicht. Vor allem die Abschlusszahlungen für den Straßen- und Kanalbau in der Schlossstraße in Utzwingen (circa 340.000,00 €) und die Restzahlungen der Neuerschließung des Baugebietes in Maihingen (ca. 200.000,00 €) schlagen dabei zu Buche. Erfreulicherweise konnten im abgelaufenen Jahr dagegen sechs Bauplätze verkauft werden - vier im Maihinger Baugebiet „Am Strich“ und zwei im Baugebiet „Hofäcker III“ in Utzwingen.

Verhältnismäßig hoch waren 2008 allerdings die Investitionen zu Gunsten der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde.

Im gemeindlichen Kindergarten wurde ein über mehrere Jahre laufendes Sanierungs- und Renovierungskonzept weitergeführt. Bedeutende Investitionen hat zudem die Umsetzung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes zur Folge. Ein seit Jahren von der Katholischen Landjugend benutzter Gruppenraum wurde im September mit Beginn des neuen Kindergartenjahres wieder in den Kindergartenbetrieb integriert. Dies war nötig, da aufgrund des in einer Umfrage ermittelten Bedarfs seit September eine sehr gut angenommene Kinderkrippe angeboten wird. Das dafür ausgegebene Geld, notwendig für Renovierungsarbeiten und zusätzlichem Personalaufwand, sieht der Gemeinderat unter anderem durch die dadurch gewährleistete optimale Betreuung der Kinder und die damit ermöglichte Vereinbarkeit von Familie und Beruf gut angelegt. Sehr gewissenhaft absolvieren die Erzieherinnen und Praktikantinnen unter Leitung von Simone Nier ihre verantwortungsvolle Aufgabe bei der Betreuung unserer Kinder.

Besonders gefordert war der Gemeinderat, als es darum ging, den Jugendlichen in Maihingen eine Alternative ihres bisherigen Treffpunktes zu bieten. Nach intensiven Überlegungen entschied er, ein kleines Wohnhaus mit Grundstück zu erwerben, nicht zuletzt auch deswegen, um eine endgültige Bleibe für die seit Jahren sehr engagierte Jugendgruppe zu schaffen. Mit großem Eifer setzen die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde nun schon seit Monaten ihre Vorstellungen für das Aussehen des neuen Jugendhauses und die Gestaltung der Gruppenräume in die Tat um. Unter tatkräftiger Mithilfe von Gemeinde, Gemeinderäten und vor allem von den Jugendlichen selbst kann dankeswerter Weise ein großer Teil der anfallenden Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt werden.

Der seit Mai amtierende, sehr engagiert arbeitende Gemeinderat mit acht neu gewählten Mitgliedern setzte in den letzten sieben Monaten auch mehrere Beschlüsse und Planungen des vorherigen Gemeinderates um, so unter anderem auch die Aufstellung einer Einbezugssatzung im Bereich der Joseph-Haas-Straße und die Schaffung einer Lösung für die Ableitung der anfallenden Regenmengen um das Baugebiet „Im Lächle“. Zudem musste er auch den Bau der Erdgashochdruckleitung von der Biogasanlage nach Marktoffingen genehmigen und die Änderung des Bebauungsplanes „An der Gänstränke“ im Gewerbegebiet beraten und beschließen.

Im kulturellen Leben unserer Gemeinde zählt zu den besonders erwähnenswerten Ereignissen der Besuch bei unserer französischen Partnergemeinde Farbus zur Feier der zwanzigjährigen Partnerschaft und die im Zusammenhang damit an den Mariannhiller Missionar Bruder Josef Oettle übertragene Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Farbus. Die Gemeinde Maihingen würdigte die Verdienste von Bruder Josef für die Partnerschaft mit dem Eintrag ins Goldene Buch. Wie vor zwanzig Jahren wird das Jubiläum zeitnah auch in Maihingen gefeiert: unsere französischen Freunde wurden bereits für die Zeit vom 24. bis 27. Juli 2009 nach Maihingen eingeladen.

Außergewöhnliche Ehrungen zuteil wurden auch Rudolf Stark mit der Verleihung des „Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten“ durch den damaligen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken und den beiden Gemeinderäten Franz Linse und Alois Taglieber mit der Übergabe einer Urkunde vom Bayerischen Innenminister Joachim Hermann für ihr verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung.

Im sportlichen Bereich krönte die Sportschützin Nicole Stenzenberger aus Utzwingen ihre anhaltend herausragenden Leistungen mit dem Gewinn der Silbermedaille im Einzelwettbewerb bei der Junioreneuropameisterschaft in Pilsen. Der Schützenverein St. Sebastian und die Gemeinde luden zu Ehren der erfolgreichen Athletin zum Empfang, verbunden mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde.

Als Besuchermagnet erwies sich wiederum das Rieser Bauernmuseum, das in diesem Jahr den 300000. Besucher begrüßen konnte. Die Sonderaustellungen, aber auch das alljährlich stattfindende Schnitter- und Kartoffelfest veranlassten tausende Interessierte, nach Maihingen zu kommen.

Wieder sehr wohl fühlten sich im Sommer zahlreiche Jugendliche aus ganz Deutschland beim von der Charismatischen Erneuerung gut organisierten Jugendfestival „Jump“.

Besonders hervorzuheben ist auch dieses Jahr das überaus große ehrenamtliche Engagement im kirchlichen und gemeindlichen Bereich, vor allem aber auch auf Vereinsebene. Jeder, der sich zum Wohle der Jugend oder in der Seniorenarbeit engagiert, leistet einen unersetzlichen Beitrag für den Einzelnen, und damit auch für das Leben in unserer Gemeinde. All denen sind wir zu großem Dank verpflichtet.

Besonders erwähnenswert ist das gute Miteinander unserer vielen Vereine, aber auch zwischen Gemeinde und Vereine. Danke sage ich daher dem Musikverein und dem Chor für ihre spontanen Zusagen bei der Mitgestaltung kirchlicher und gemeindlicher Veranstaltungen, ebenso dem Geflügel- und Kaninchenzuchtverein für die oftmalig kurzfristige Bereitstellung ihrer Vereinshallen.  

Abschließend danke ich auch im Namen des Gemeinderates Pfarrer Clemens Henkel und seinen Mitarbeitern in der Pfarreiengemeinschaft und ebenso den Mitarbeitern des Katholischen Evangelisationszentrums für ihr seelsorgerisches Wirken. Für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gebührt mein Dank allen Verantwortlichen in unseren Vereinen, den Mitgliedern des Gemeinderates, allen in unserer Gemeinde tätigen Angestellten und Arbeitern, sowie den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein und den Fachabteilungen beim Landratsamt.

Ina Deter sagte einmal: “Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk.“ In diesem Sinne wünsche ich uns allen die Fähigkeit, in einem hoffentlich zufriedenen und gesegneten neuen Jahr 2009 jeden Augenblick als Geschenk zu empfinden.  

Ihr Bürgermeister

Franz Stimpfle